Archive for the 'Mützen' Category

Kopfkino (Part 2)

Vor mir leuchtet es rot. Neben mir graue Zöpfe. Hinter mir rätselhafte Spiralen. Ganz genau hinsehen. Rausfinden, wie es funktioniert.
Mein persönliches Mützen-Kopfkino hinterlässt seine Spuren im Alltag. Ich stricke Mützen, eine nach der anderen. Ein, zwei, drei Abende – fertig, das nächste Exemplar. Flauschiges Alpaka, Bio-Merino, handgefaerbtes Garn in Leuchtfarben. Zwischendurch Schatzsuche in meinen Vorratskisten. Aus gut abgelagerten Überbleibseln entsteht zur Zeit dieses Modell:

Foto: Initiative Handarbeit

Ich lerne diesen Winter so viel über Wolle und Muster wie noch nie. Und die ganze Familie freut sich über schön warme Köpfe. Nachschub für das Kopfkino.

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Kopfkino

Gestern habe ich auf dem Parkplatz vor Aldi einen Mann mit einer orangefarbenen Ringelmütze gesehen. Sah auf den ersten Blick verboten aus. Auf den zweiten auch. Beim dritten Hingucken: Eigentlich schön, dass der Typ nicht mit der üblichen blauen oder schwarzen Männer-Einheits-Strickmütze rumläuft. Und noch viel schöner, dass diesen Winter so viele Menschen Mützen tragen, die nicht 08/15 aussehen.

Kunst am Kopf: Die Strick-Accessoires der Berliner Designerin Rike Feurstein begegneten mir das erste Mal in einem New Yorker Nobelkaufhaus - ganz besondere Stücke zum Anschauen und Anfühlen. Foto: Rike Feurstein

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Wo der Fuchs dem Fuchs guten Tag sagt…

Foto: Celapiu

finden sich auch noch viele andere schöne/interessante/schräge Strickkunststücke. Celapiu heißt das polnische Designlabel, das sich auf Accessoires für den Winter spezialisiert hat. Besitzerin und Designerin Celina Debowska beschreibt ihre Entwürfe  als „surreal“ und auch mal am Rande des Kitsches. Wer sich selber mal einen Fuchs um den Hals legen möchte: Verkauft wird über Etsy.

Foto: Celapiu

Kollektive Maschensause: Stricken-Terrasse #9

Kommt der Sommer noch mal wieder? Wir wissen es nicht. Vielleicht ja, vielleicht nein.  Kluge Frauen und Männer bauen auf jeden Fall vor und beginnen rechtzeitig mit den Vorbereitungen für den Winter. Zum Beispiel mit dem Anfertigen molliger Schals. Oder auch einer Mütze. Wer gerne möchte, aber nicht weiß wie, ist am Samstag (31. Juli) auf der Jacki Terrasse am richtigen Platz.

Denn es ist schon wieder so weit – es ist Stricken Terrasse Zeit! Um 15 Uhr geht es los, mit Wolle, Nadeln, hilfreichen Tipps, Musik, Cocktails, Hängematten und Mini-Pool. Das Ganze wie immer unter der eleganten Leitung der drei Mädels vom Collectif France Tricot. Alors, bon plaisir!

Französische Strick-Revolution: Wool and the gang

Hier strickt der Hipster: Wool and the gang

Dieses Mal rollen in Paris keine Köpfe, dafür werden alte Zöpfe abgeschnitten: Das Label Wool and the gang hat von der französischen Hauptstadt aus eine Revolution in Gang gebracht, die mittlerweile auch den Rest der Welt erreicht hat. Angeboten werden fertig gestrickte Teile, vor allem aber komplette Kits, die Wolle, Nadeln und Anleitung für ein bestimmtes Teil enthalten. Die Verpackung ist stylish. Das, was aus dem Inhalt entstehen soll überwiegend schlicht: Unkomplizierte Schnitte, keine Muster, dicke Wolle, hauptsächlich kleine Accessoires. Kurz: Nichts für ambitionierte Stricker, sondern für Menschen, die den Hipness-Faktor des Strickens mitnehmen und Entwürfe wollen, die genau zu ihren Klamotten passen. Entsprechend wirft das Label laufend neue Kits auf den Markt. Gerade angesagt: Stricken im Look der 80er . Verkauft werden „Nina Rich“ (Stirnband),  „Lil‘ Joe“ (Weste),  „Zion Lion“ (Mütze) und Co. im Netz, in einigen ausgewählten Läden – und seit kurzem auch in einem eigenen Shop in New York. Da bekommen die Hipster auch regelmäßig kostenlose Nachhilfe in Sachen linke Maschen/rechte Maschen. Ansonsten hilft ein Blick auf die Website weiter, da zeigen Video-Tutorials, wie das mit dem schicker Stricken klappt. Außerdem sehenswert: Die Rubrik „join the gang“. Hier können wool and the gang-Fans Fotos von sich und ihren fertigen Stücken zeigen – da sehen dann auch die letzten Zweifler, dass Stricken heute nix mehr mit Müslis zu tun hat.

Lustig statt tussig – Häkelhandtaschen von der Insel

Foto: domakaya.com

Bei einer Clutch handelt es sich laut Wikipedia um eine kleine, elegante Damenhandtasche, die passend zur Abendgarderobe getragen wird: „Die sehr kleine Abendtasche hat weder Henkel noch Tragegurt, weshalb eine Clutch entweder mit einer Hand umklammert (to clutch = ergreifen, fest umklammern) oder zwischen Oberkörper und Unterarm geklemmt werden muss. Sie gilt als dezentes Accessoire, das nicht von der eleganten Abendgarderobe ablenken darf, und wird heute aus feinstem Material gefertigt – zum Beispiel aus Krokodilleder, mit Nerz veredelt oder in Gold, mit Perlen und Kristallen oder Federn und Strass bestickt.“
Dezent soll eine Clutch also sein, edel und teuer. Auf die Modelle des britischen Labels Domakaya trifft – je nach persönlicher finanzieller Lage – höchstens letzteres zu. Deren Clutches, Taschen, Börsen, Mützen und Schals zeichnen nämlich zwei Eigenschaften aus: Sie sind extrem farbenfroh und alle aus Wolle. Entweder gestrickt oder gehäkelt, mit Applikationen, Stickereien… In der aktuellen Herbst-/Winterkollektion tummeln sich herzige Pinguine neben Rentieren und außer Modellen mit eingestrickten Eiskristallen finden sich auch über und über mit Häkelblumen besetzte Stücke, die in diesen frostigen Tagen für zumindest ein paar zarte Gedanken an den Frühling sorgen.

Foto: Domakaya.com

Alle Modelle des 2002 gegründeten Labels werden nach Angaben der Londoner Firma übrigens in Handarbeit angefertigt. Auch eigene Ideen der Kunden würden auf Anfrage umgesetzt. In Großbritannien, den USA und einigen arabischen Ländern gibt es die Domakaya-Sachen in Geschäften zu kaufen, in Deutschland zumindest bislang nur über das Internet.


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