Archive for the 'Uncategorized' Category

Vollbeschäftigung

Offenbar habe ich das große Glück Freunde zu haben, die mich sehr, sehr gut kennen. Genauer gesagt: Mich und meine Wünsche. Obwohl ich mir zum Geburtstags nichts Konkretes gewünscht habe, habe ich genau das bekommen, was ich schon lange haben wollte. Neben einem Gutschein für den schönsten Wollladen Hamburgs und dem bisher immer von der Nachbarin geliehenen Backbuch gehört dazu auch Susanne Klingners „Hab ich selbst gemacht“.

Die ersten 100 Seiten sind schon weggelesen. Und mindestens auf jeder zweiten Seite hatte ich das Gefühl: Frau Klingner ist ich. Gut, ich habe in den vergangenen elf Monaten keinen Schuhmacherkurs besucht. Ich habe auch nicht vor, meine Seife selbst zu machen. Aber immerhin habe ich ansatzweise nähen gelernt. Ich habe viel, viel, viel gestrickt. Ich habe zusammen mit Söhni massenhaft Marmelade gekocht (und gegessen). Tiefkühlpizza? Irgendwann vom Speiseplan verschwunden. Macht der Mann jetzt immer selbst.

Tatsächlich ist mir erst beim Lesen klar geworden, was so mehr oder weniger nebenher alles entstanden ist an kleinen und auch größeren Dingen. Deshalb ab sofort hier: Ein kleiner Jahresrückblick anhand all meiner geglückten und weniger geglückten Selbermach-Projekte. Von F wie Froschkostüm bis A wie Adventskranz.

Als kleine Erinnerungsstütze für mich. Und auch ein wenig als Entschuldigung an diesen Blog, der sich vermutlich etwas vernachlässigt gefühlt hat. Ich war einfach beschäftigt, und zwar komplett.

Denn genau wie Frau Klingner musste ich feststellen: Viel selber zu machen kostet viel Zeit. Wer kocht, backt, handarbeitet kommt nur noch selten ins Kino, zum Sport oder auch zum Schreiben. Zumal es ja auch noch den Brotjob und Mann und Kinder und Freunde gibt – die mich zum Glück offenbar immer noch alle gerne haben, obwohl ich ständig komplett in irgendwelche neuen DIY-Projekte abtauche…

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Kopfkino

Gestern habe ich auf dem Parkplatz vor Aldi einen Mann mit einer orangefarbenen Ringelmütze gesehen. Sah auf den ersten Blick verboten aus. Auf den zweiten auch. Beim dritten Hingucken: Eigentlich schön, dass der Typ nicht mit der üblichen blauen oder schwarzen Männer-Einheits-Strickmütze rumläuft. Und noch viel schöner, dass diesen Winter so viele Menschen Mützen tragen, die nicht 08/15 aussehen.

Kunst am Kopf: Die Strick-Accessoires der Berliner Designerin Rike Feurstein begegneten mir das erste Mal in einem New Yorker Nobelkaufhaus - ganz besondere Stücke zum Anschauen und Anfühlen. Foto: Rike Feurstein

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Sommerpause – zu Ende

Wir haben schon die Kiste mit den Mützen und Schals vom Speicher geholt. Und überlegt, was man so an schönen Herbst-Essen kochen kann. Wo die dicken Socken sind und die Fleecejacke. Weil ich fest davon überzeugt war, dass dieser Kaum-Sommer übergangslos in den nächsten Endlos-Herbst-Winter übergeht. Erfreulicherweise hat es sich die Sonne ja doch noch einmal überlegt und ist zurück aus der Sommerpause. Ebenso wie die DIY-Szene in Berlin, für die es dieses Wochenende gleich mehrere Events gibt. Weiterlesen ‚Sommerpause – zu Ende‘

Bedruckt und aufpoliert – Textildesign von caroxi

Kunstvoll bedruckte Schals sind das Accessoire dieses Frühjahrs. Insofern trifft Caroline Fernando derzeit voll ins Schwarze. Doch die Hamburgerin ist mit ihrem Label caroxi nicht einfach auf den Trendzug aufgesprungen. Fernando macht bereits seit Jahren per Siebdruck schlichte Schals, Shirts oder Kissenhüllen zu Designerstücken.

Foto: caroxi

„Ich bedrucke alles Textile, dabei finde ich die Idee sehr gut, alte Sachen wieder aufzupolieren durch einen schönen Druck, eine Art Recycling“, erzählt die Designerin. Im Moment sind Baumwolle und Bambus ihre liebsten Materialien. Soziale und ökologische Verantwortung spielten dabei eine große Rolle. Ihre Arbeit bezeichnet Fernando selbst als einen Mix aus Design, Handwerk und Kunst. „Ich habe Textildesign studiert. Wenn man sich selbstständig macht, kann man schnell in die Sparte Kunsthandwerk rutschen. Ich versuche mehr reinzubringen.“

Foto: caroxi

Die Inspirationsquellen der Hamburgerin? „Ich sauge alles auf, was sich an Trends entwickelt. Ich bin interessiert an Kultur und gebe mein meistes Geld für Reisen aus.“ Zu haben sind die caroxi-Entwürfe über die eigene Webseite, in einigen Läden und auf Ausstellungen wie besondersschön am kommenden Wochenende. Solche Veranstaltungen für die junge Handarbeitsszene sind bisher aber noch Mangelware, findet Fernando: „Viele Kunsthandwerkermärkte sind nicht mehr zeitgemäß, es gibt viel zu wenige Märkte für jungen Designgeschmack.“

Foto: caroxi

Lustig statt tussig – Häkelhandtaschen von der Insel

Foto: domakaya.com

Bei einer Clutch handelt es sich laut Wikipedia um eine kleine, elegante Damenhandtasche, die passend zur Abendgarderobe getragen wird: „Die sehr kleine Abendtasche hat weder Henkel noch Tragegurt, weshalb eine Clutch entweder mit einer Hand umklammert (to clutch = ergreifen, fest umklammern) oder zwischen Oberkörper und Unterarm geklemmt werden muss. Sie gilt als dezentes Accessoire, das nicht von der eleganten Abendgarderobe ablenken darf, und wird heute aus feinstem Material gefertigt – zum Beispiel aus Krokodilleder, mit Nerz veredelt oder in Gold, mit Perlen und Kristallen oder Federn und Strass bestickt.“
Dezent soll eine Clutch also sein, edel und teuer. Auf die Modelle des britischen Labels Domakaya trifft – je nach persönlicher finanzieller Lage – höchstens letzteres zu. Deren Clutches, Taschen, Börsen, Mützen und Schals zeichnen nämlich zwei Eigenschaften aus: Sie sind extrem farbenfroh und alle aus Wolle. Entweder gestrickt oder gehäkelt, mit Applikationen, Stickereien… In der aktuellen Herbst-/Winterkollektion tummeln sich herzige Pinguine neben Rentieren und außer Modellen mit eingestrickten Eiskristallen finden sich auch über und über mit Häkelblumen besetzte Stücke, die in diesen frostigen Tagen für zumindest ein paar zarte Gedanken an den Frühling sorgen.

Foto: Domakaya.com

Alle Modelle des 2002 gegründeten Labels werden nach Angaben der Londoner Firma übrigens in Handarbeit angefertigt. Auch eigene Ideen der Kunden würden auf Anfrage umgesetzt. In Großbritannien, den USA und einigen arabischen Ländern gibt es die Domakaya-Sachen in Geschäften zu kaufen, in Deutschland zumindest bislang nur über das Internet.

Besondersschön zum Frühlingsbeginn

Beim Blick aus dem Fenster zweifelt man dran. Aber bald ist wirklich Frühling. Steht zumindest so im Kalender. Und außerdem naht in Hamburg das nächste  besondersschön.  Das findet im Frühjahr ja immer gleichzeitig mit dem Beginn der Sommerzeit statt – also muss der Winter jetzt irgendwann mal aufhören, oder? Auf jeden Fall zeigen am 27. und 28. März wieder 24 Aussteller ihre handgemachten Produkte: Mode, Schmuck, Spielzeug, Taschen… Ort: Ehrenstein 9/beim ETV, Bundestraße 96 (Eimsbüttel). Am Samstag kann von 14 bis 19 Uhr geguckt und gekauft werden, am Sonntag von 11 bis 18 Uhr (Umstellung auf die Sommerzeit nicht vergessen!).


Handarbeit global

Wunderbares und Wundersames aus der großen weiten Welt der Handarbeit, gesammelt in einem Blog. Ich freue mich über Anregungen, Fragen, Kommentare...

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