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Termine, Termine (Herbst-Ausgabe)

Nein, es ist noch nicht kurz vor Weihnachten. Aber irgendwie fühlt es sich schon so an. Okay, der Schnee fehlt. Aber es ist ist saukalt, die Zeit rast dahin und es gibt einen DIY-Markt am anderen. Bisher war das – zumindest in Hamburg – immer ein klares Anzeichen dafür, das der 24. Dezember schon sehr, sehr nah ist. Doch auf nichts ist mehr Verlass, weshalb sich die Termine seit Anfang Oktober häufen.

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Ein Umzug zum Geburtstag: besonders schön, die 10.

„Fahren wir bald mal wieder zu Nina nach Köln?“, fragt Sohn gerne mal zwischendurch. Nina aus Köln war vor Jahren eine meiner Nachbarinnen bei „besonders schön“.  Durch Zufall hatten wir unsere Stände nebeneinander. Und stellten nach kurzem Gespräch fest, dass Nina aus Köln die Nachbarin von Freunden in Köln ist. Weshalb wir ein paar Monate später nicht nur die alten Freunde in Köln, sondern eben auch Nina besuchten. Für Sohn offenbar ein großes Erlebnis. Der Kontakt zu Nina ist inzwischen zwar eingeschlafen, demnächst werden wir ihn aber bestimmt reaktivieren – Sohn braucht ein neues Exemplar ihrer tollen T-Shirts. Was lernen wir aus dieser Geschichte? „besonders schön“ war nie nur schnödes Verkaufen, sondern immer auch ein Ort wirklich netter Begegnungen. Wer ein Wochenende lang Rücken an Rücken oder Ellenbogen an Ellenbogen sitzt, kann eigentlich kaum anders, als Kontakte zu seinen Nachbarn zu knüpfen.

"besonders schön" zieht ins "LOKAL" Foto: lokal-hamburg.de

Das wird hoffentlich so bleiben, auch wenn die Ausstellung wächst und zum Jubiläum einen Umzug spendiert bekommt: Vom ETV-Vereinslokal in Eimsbüttel geht es ins „LOKAL„, das „ungekannte Konsumkulturhaus“ in Altona. In der Max-Brauer-Allee 207 soll alles etwas größer und natürlich noch schöner werden als bisher. Auch der Termin steht jetzt fest: 23. und 24. Oktober 2010. Über Anmeldungen freut sich Veranstalterin Johanna Pröpstl bis zum 25. August. Alle weiteren Infos hier.

Nur nach vorheriger Anmeldung

Viele Menschen kaufen Bücher im Internt, CDs, Kleider, Schuhe… Meine Freundin S. bestellt Holzbügel. Erst waren es ein paar. Dann wurden es mehr. Und mehr. Die Bügel bringt sie an den Wochenenden ihrer Oma mit. Denn die Oma häkelt leidenschaftlich. Genauer gesagt: Sie umhäkelt leidenschaftlich, und zwar – na, kommt Ihr drauf? – Kleiderbügel. Mit den fertigen Werken wurde erst die Familie ausgestattet. Dann gab es sie als Geschenke für Freunde und Bekannte. Auch ich habe welche abbekommen. Es sind nach wie vor meine absoluten Lieblingsbügel. Nicht nur, weil sie so hübsch sind. Sie sind auch praktisch. Nix rutscht mehr runter und knautscht sich dann unten im Schrank. Aber was mit all den schönen Bügeln tun, wenn wirklich jeder welche hat? Schön, dass es inzwischen Verkaufs-Plattformen wie etsy oder dawanda gibt. Noch schöner, dass es nicht nur virtuelle Märkte, sondern auch immer mehr DIY-Märkte in der richtigen Welt gibt. Und das in immer mehr Städten. Genau wie im Internet müssen Verkäufer sich dafür anmelden. Anders als bei den virtuellen Märkten gelten dabei Fristen. Deshalb hier ein kleiner Überblick über die nächsten Termine.

Was:  DIY Trunkshow #2 (d.h. nach amerikanischem Vorbild ist hier ein Koffer Euer Verkaufsstand)

Wo: La Bastellerie, Lausitzer Straße 13, Berlin

Wann: 8. August 2010

Wer: Klein und fein – mitmachen können 12 bis 14 Designer, Künstler, Bastler, ausgewählt von den Veranstaltern

Weiteres: Bewerbungen müssen bis zum 18. Juli an labastellerie (at) googlemail.com geschickt werden. Teilnahmekosten: 10 Euro. Noch mehr Infos gibt es hier.

Was: hello handmade Markt (ein neuer Markt für alle Kreativen, speziell aus dem Norden Deutschlands)

Wo: Kampnagel, Hamburg

Wann: 31. Oktober 2010

Wer: Bewerben können sich ab sofort alle, die mit eigenen Ideen im DIY-Bereich unterwegs sind. Die Auswahl trifft die Veranstalterin.

Weiteres: Die Teilnahmegebühren betragen inklusive Werbematerial etc. 110 Euro. Es können sich aber auch 2 oder 3 Leute einen Stand teilen. Bewerbungen (mit Fotos Eurer Sachen) an sophie (at) hello-handmade.com. Ein Besuch bei hello-handmade lohnt sich übrigens nicht nur, wenn Ihr mehr Infos zum Markt sucht…

Was: besonders schön #10 (sozusagen der Platzhirsch in Hamburg)

Wo: Auf jeden Fall in Hamburg, der Ort steht noch nicht fest – inzwischen (27. Juli) schon. Alle Infos dazu findet Ihr hier!

Wann: Tja, bisher war es ja immer das letzte Oktoberwochenende. Aber da gibt es ja jetzt schon eine Konkurrenzveranstaltung. Deshalb vermutlich eher an einem der anderen Oktober-Wochenenden.

Wer: Stricken, Häkeln, Nähen, Basteln – bewerben können sich alle DIYler und das ab sofort

Weiteres: Erfahrt Ihr hier (na ja, viel mehr steht auf der Website momentan leider auch nicht…)

PS: Diese Liste ist natürlich noch ganz, ganz klein – wenn Ihr mehr Termine habt, bitte gerne mailen!

DIY-Shopping in Hamburg: Selber kaufen statt selber machen

„Mmmhhh, originell“ ist noch der netteste Kommentar, den es in der Regel für meine Nähwerke gibt (weshalb es auch so gut wie keine genähten Werke mehr von mir gibt). Wie gut, dass sich andere Leute ohne Panikattacken an ihre Nähmaschine setzen können. Oder Taschen machen, Möbel bauen, Vasen töpfern, Kissen bedrucken können. Kann ich alles nicht, finde ich aber toll. Findet Ihr sowas auch toll und wohnt in Hamburg oder Umgebung, kommt ihr morgen und übermorgen gleich doppelt auf Eure Kosten: Auf der Frühlingsmesse der Koppel 66 in St. Georg und bei besondersschön in Eimsbüttel. Koppel 66: Größer, etablierter, tolle Sachen auf gehobenem Preisniveau. Besondersschön: Szeniger, hier kommen auch ambitionierte Laien als Aussteller zum Zug. Statt selber machen an diesem Wochenende also lieber selber kaufen!

Bedruckt und aufpoliert – Textildesign von caroxi

Kunstvoll bedruckte Schals sind das Accessoire dieses Frühjahrs. Insofern trifft Caroline Fernando derzeit voll ins Schwarze. Doch die Hamburgerin ist mit ihrem Label caroxi nicht einfach auf den Trendzug aufgesprungen. Fernando macht bereits seit Jahren per Siebdruck schlichte Schals, Shirts oder Kissenhüllen zu Designerstücken.

Foto: caroxi

„Ich bedrucke alles Textile, dabei finde ich die Idee sehr gut, alte Sachen wieder aufzupolieren durch einen schönen Druck, eine Art Recycling“, erzählt die Designerin. Im Moment sind Baumwolle und Bambus ihre liebsten Materialien. Soziale und ökologische Verantwortung spielten dabei eine große Rolle. Ihre Arbeit bezeichnet Fernando selbst als einen Mix aus Design, Handwerk und Kunst. „Ich habe Textildesign studiert. Wenn man sich selbstständig macht, kann man schnell in die Sparte Kunsthandwerk rutschen. Ich versuche mehr reinzubringen.“

Foto: caroxi

Die Inspirationsquellen der Hamburgerin? „Ich sauge alles auf, was sich an Trends entwickelt. Ich bin interessiert an Kultur und gebe mein meistes Geld für Reisen aus.“ Zu haben sind die caroxi-Entwürfe über die eigene Webseite, in einigen Läden und auf Ausstellungen wie besondersschön am kommenden Wochenende. Solche Veranstaltungen für die junge Handarbeitsszene sind bisher aber noch Mangelware, findet Fernando: „Viele Kunsthandwerkermärkte sind nicht mehr zeitgemäß, es gibt viel zu wenige Märkte für jungen Designgeschmack.“

Foto: caroxi

Eine Perlenfischerin aus Hamburg: Perlenpara.de

Schmuck, Lesezeichen, Kinderwagenketten, Wohn-Accessoires: Für Gwen Hengst aus Hamburg gibt es nur weniges, was sich nicht aus Perlen gestalten oder damit verzieren lässt. perlenpara.de heißt ihr Label, mit dem sie auch auf der nächsten besondersschön-Ausstellung vertreten sein wird.  „Alles,  was sich mit Perlen und anderem Aufreihbarem fertigen lässt“ nennt Gwen als gemeinsamen Nenner für ihren Schmuck, den sie auf Anfrage auch individuell anfertigt: Lesezeichen, Brillenketten, Kinderwagenspielzeug, Schlüsselanhänger, Anstecknadeln…

Foto: perlenpara.de

Außerdem hat sie  Servietten-Bestecktaschen mit einem Fach für Namenskärtchen oder das Menü im Programm sowie wiederverwendbare Hüllen für Kalender und Skizzenbücher aus feinen Stoffen.

Auslöser für ihre Handarbeits-Leidenschaft war ein Kästchen mit alten Ketten und Schmuckstücken aus ihrer Kindheit. „Ich konnte spannende neue Sachen daraus machen, den Rest habe ich mir selbst beigebracht: Biegen, Kleben, Knoten, Nähen, Fädeln, Schlingen, Häkeln“, beschreibt sie ihre Anfänge als Schmuckkünstlerin. Zunächst beschenkte Gwen lediglich ihren Freundeskreis mit ihren Entwürfen. Die nicht versiegende Flut an Ideen und ständig neu gefundenen Materialien brachte Gwen dann dazu, ihre Schmuckstücke auch zu verkaufen. „Irgendwann hat man wirklich jede Freundin beschenkt und mit genügend positivem Feedback sollte man es wagen“, erzählt sie. Auf neue Ideen kommt die Hamburgerin in Perlenläden, auf Reisen, auf Flohmärkte und durch Kleidung, zu der sie gerne farblich passende Stücke entwirft.

Gwens Lieblingsmaterialien sind Glasperlen, Porzellantiere, Metallschmetterlinge, Süßwasserperlen in spannenden Formen, 925 Silber und bemalte Holzperlen. Manches davon findet sei im Internet und besonderen Perlenläden, vieles aber auch auf Reisen. „So hat man immer etwas Besonders im Sortiment.“

Foto: perlenpara.de

Und das sind – außer ihren eigenen Produkten – Gwens Handmade-Favoriten:


Handarbeit global

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