Posts Tagged 'Design'

Keine neuen Äpfel

Im Zimmer nebenan liegt ein kleines Mädchen unter ein gelb-orangefarbenen Apfeldecke. „Schön“, sagte das Mädchen, das ich ihr den Bettbezug gezeigt habe. „Den bekommen nur besondere Gäste“, sagte ich. Denn der Bezug ist fast so alt wie ich. Ein Original-Graziela-Äpfelchen-Exemplar aus den siebziger Jahren.

Foto: byGraziela

Ich liebe diesen Bettbezug und habe mich immer gefragt, weshalb die schönen Graziela-Sachen nicht mehr produziert werden. So gerne würde ich auch meinen Kindern irgendwann mal eine Äpfelchen-Bettwäsche kaufen. Und dann kam – große Freude – die Neuauflage. Nur ich habe davon bis heute nichts gekauft. Nicht für mich, nicht für meine Kinder.

Ein Grund war, dass wir nicht wirklich neue Bettwäsche brauchten. Doch dann war da auch noch irgendwie ein fader Beigeschmack. Da wünscht man sich jahrelang etwas so sehr, dann geht es in Erfüllung. Ich müsste nur in den Laden um die Ecke gehen und könnte mit einer funkelnagelneuen Ladung orange-gelber Äpfelchen zurückkommen – aber ich tue es nicht.

Warum? Weil ich das Gefühl habe, dass ein schnöder Neukauf meiner alten Decke ihre Besonderheit nehmen würde. Sie wäre plötzlich austauschbar. Ich weiß, es ist nur eine Decke – aber halt nicht irgendeine Decke, sondern meine alte Apfeldecke. Das soll sie auch für meine Kinder sein. Ein großes Stück bunter Stoff, der nur zu besonderen Gelegenheiten zum Einsatz kommt.

Alles hat seine Zeit. Die Graziela-Äpfelchen gehören für mich in die siebziger Jahre. Und ab und zu ins Kinderzimmer, zum Beispiel wenn wir besonders netten Übernachtungsbesuch haben. So wie heute.

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Nie mehr kalte Ohren(-sessel)

Bei vielen Menschen (inklusive mir) reicht die Geduld stricktechnisch höchstens für Schals, Mützen, Handschuhe, Kindersachen. Es gibt aber auch Menschen, für die darf es eine Nummer größer sein. Oder noch lieber zwei bis zwölf Nummern größer. Zu dieser Sorte zählt mit Sicherheit Lynn Garrett aus Napier in Südafrika. Für ihr Label BiscuitScout strickt sie mit großer Leidenschaft Aran-Pullover – für Sofas, Hocker oder Sessel, wie diesen hier:

Foto: BiscuitScout

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Frühlingserwachen (Teil 1)

In der Sonne ist es tatsächlich schon ein bisschen warm heute hier in Hamburg. Berlin hat frühlingstechnisch aber trotzdem die Nase vorn, zumindest, wenn es um Handgemachtes geht. Da startet an diesem Wochenende (5./6. März) der erste TrendMafia-Designer-Markt des Jahres. Wie immer in der Brunnenstraße 64, Berlin-Mitte. Jeweils von 13 bis 18 Uhr, Eintritt frei. In der nächsten Woche schlägt Hamburg dann zurück, dazu demnächst mehr…

 

Kopfkino

Gestern habe ich auf dem Parkplatz vor Aldi einen Mann mit einer orangefarbenen Ringelmütze gesehen. Sah auf den ersten Blick verboten aus. Auf den zweiten auch. Beim dritten Hingucken: Eigentlich schön, dass der Typ nicht mit der üblichen blauen oder schwarzen Männer-Einheits-Strickmütze rumläuft. Und noch viel schöner, dass diesen Winter so viele Menschen Mützen tragen, die nicht 08/15 aussehen.

Kunst am Kopf: Die Strick-Accessoires der Berliner Designerin Rike Feurstein begegneten mir das erste Mal in einem New Yorker Nobelkaufhaus - ganz besondere Stücke zum Anschauen und Anfühlen. Foto: Rike Feurstein

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Winter – Weihnachten – Wien

Knapp vier Tage mit dem großen Kind in Wien. Was Sohn am besten gefallen hat? Die Straßenbahn. Und die Kutschen. Und nach längerem Nachdenken noch das große Haus, wo der Kaiser mit seinen Dienern drin gewohnt hat (aka Hofburg). Was mir am besten gefallen hat? Ich fand alles grandios und wäre gerne noch viel, viel länger geblieben. Da wir reichlich Kinder im Gepäck hatten, beschränkte sich unser Sightseeing auf ausgiebige Straßenbahnrundfahrten und  überwiegendes Angucken von außen. Den Design-Weihnachtsmarkt im Loos-Haus haben wir uns allerdings nicht nehmen lassen.

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Schlaflos im Advent

Monate mit 60 Tagen, Tage mit 48 Stunden, mindestens 8 Hände, besser noch 12 bis 16: Wenn ich das zu Weihnachten geschenkt bekomme, wird der Dezember 2011 definitiv entspannter als 12/2010. Wäre wirklich nötig, denn hier herrscht mittelschwerer Ausnahmezustand. Schuld daran ist unter anderem ein Geburtstagsgeschenk der lieben Familie:

Wenn ich spätabends nicht völlig fertig wäre, dieses Buch würde mir schlaflose Nächte bereiten. Rein theoretisch sind viele der Sachen darin wirklich für die letzte Minute geeignet. Das Problem ist: Allein für die Auswahl, was es denn nun werden soll, brauche ich Stunden bis Tage. Vielleicht könnte man mir zu mehr Zeit und mehr Händen auch noch eine Portion Entscheidungsfähigkeit schenken?

Bügeln – ab jetzt zumindest optisch erträglich

Zu behaupten, ich würde gerne putzen oder staubsaugen, wäre schon ziemlich gelogen. Aber es geht noch schlimmer: Bügeln ist für mich die so ziemlich allerlangweiligste Sache der Welt. Eintönig. Mühsam. Irgendwie sinnlos. Und dann diese Bügelbrettbezüge – bitte, wer denkt sich diese grellen Muster eigentlich aus? Weiterlesen ‚Bügeln – ab jetzt zumindest optisch erträglich‘


Handarbeit global

Wunderbares und Wundersames aus der großen weiten Welt der Handarbeit, gesammelt in einem Blog. Ich freue mich über Anregungen, Fragen, Kommentare...

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